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Zeitzeugnisse erhalten und schützen

Kulturdenkmale und kulturhistorisch relevante Anlagen sind ein Stück Geschichte. Sie sind Zeugen von historischen Ereignissen und Zeugnis individueller oder gesellschaftlicher Leistungen auf planerischem, technischem, handwerklichem oder künstlerischem Gebiet. Diese zu erhalten und zu schützen – das ist das Ziel des Denkmalschutzes.

Mit Restaurieren Schönes bewahren

Raumabschluss aus der Zeit – stilgerecht und liebevoll restauriert. Unsichtbare Technik sorgt für Sicherheit und perfekte Funktionalität. Resultat: eine Glanzleistung der Handwerkskunst. Vollendet mit Respekt vor dem Original. Türen tragen wesentlich zur inneren und äusseren Erscheinung eines Gebäudes bei. Die Ästhetik liegt in der immens aufwändigen und sorgfältigen Detaillierung. Die Bedeutung von Türen sollte jedoch nicht auf ihre ästhetische Wirkung reduziert werden. Sie sind Zeugnis vergangener Handwerkstradition, Herstellungstechniken und Lebensgewohnheiten. Bei historischen Türen wird oft vorschnell davon ausgegangen, sie vermögen den gesteigerten Anforderungen an Wärme-, Schall-, Einbruch und Brandschutz nicht zu genügen und seien deshalb zu ersetzen. Mit dem von Berchtold patentierten und erprobten Heritage-Verfahren ist es möglich, Türelemente durch minimale Eingriffe und unter Beibehalt der beidseitigen Türoberflächen zu konservieren (inkl. den technischen Massnahmen).

Bei historischen Türen steht aufgrund der hohen Schutzwürdigkeit der Türerhalt im Vordergrund. Die historischen Türen den neuesten Anforderungen und Sicherheitsstandards anzupassen erfordert ein grosses Fachwissen, die richtigen Gerätschaften und viel Fingerspitzengefühl.

Ob ein Objekt schützenswert ist oder nicht, wird am denkmalpflegerischen Konzept der Charta von Venedig (1964) gemessen. Im Vordergrund der denkmalpflegerischen Massnahmen stehen: Substanzerhaltung, Gründe zur Erhaltung sind historisches Interesse. Wertschätzung der Leistungen und Investitionen der Vorfahren sowie das individuelle und kollektive Bedürfnis nach Selbstvergewisserung und Standortbestimmung durch Erinnerung. Der erwähnte Grundsatz der Substanzerhaltung schliesst Reparaturen aber keineswegs aus, im Gegenteil. Bauunterhalt und Reparatur sind die Garanten für das Fortbestehen.

 

Historische Nachrüstungen

Die Anforderungen an einen historischen Abschluss werden in 5 Gruppen eingeteilt:

Brandschutz

Neue Brandschutzvorschriften oder Umnutzungen können diverse zusätzliche brandschutztechnische Auflagen nach sich ziehen. Diese neuen Anforderungen werden auf Türlisten und Türdatenblätter erfasst. Allfällige zusätzliche Auflagen für Flucht- und Panikfunktionen erfordern zum Teil ein angepasstes Türumbaukonzept. Bei Türen in Fluchtwegen müssen Durchgangsbreiten von 900 mm oder 1200 mm eingehalten werden.

Schallschutz

Durch Umnutzung von Räumen genügen die bestehenden historischen Türen den heutigen Schallanforderungen nicht mehr. Historische, gestemmte Türen weisen im Bereich der abgeplätteten Füllung zum Teil nur noch 4-5 mm Materialstärke auf, woraus ein maximaler dB Wert von 20-25 dB resultiert. Durch das Berchtold Heritage-Verfahren können Türen bis zu einem Wert von 38 dB aufgerüstet werden.

Einbruchschutz

Historische Treppenhausabschlüsse genügen den heutigen Anforderungen an den Einbruchschutz nicht mehr. Mit dem Heritage-Verfahren kann eine Sicherheits-Mittellage optional mit EI30 VKF-Zulassung eingebaut werden, in welche sich neue Schlösser verdeckt einbauen lassen.

Energetische Nachbesserung

Bei Sanierungen von Gebäudehüllen sind die historischen Aussentüren, welche oft in gestemmter Ausführung mit minimalen Isolationswerten und ohne Dichtungen ausgeführt wurden, der Schwachpunkt der Gebäude. Im Berchtold Heritage-Verfahren, mit nur 1.5 mm Schnittverlust, kann mit einem minimalen Eingriff in die bestehende Substanz und dem Einbau einer Dämmmittellage ein U-Wert von bis zu1.3 W/m2K erreicht werden.

Zutrittskontrolle / Fluchtweg / Automatisierung

Neue Anforderungen an den Personenschutz in Gebäuden verlangen eine Neubeurteilung der Fluchtwege. Dies erfordert neue Panikbeschläge welche eine grössere Türdicke resp. Falztiefe benötigen. Mit dem Berchtold Heritage-Verfahren und einer Türeinlage kann Platz für diese neuen Beschläge geschaffen werden, ohne die bestehende Substanz zu verändern. Türen in Fluchtwegen müssen in Fluchtrichtung öffnen. Ist dies jedoch aus denkmalpflegerischen Gründen nicht möglich, können diese Abschlüsse automatisiert werden. In diesen Fällen müssen die Türblätter stabilisiert werden. Hierfür empfiehlt sich eine Mittellage von min. 45 mm in welcher ebenfalls die Elektrozuleitungen für Tür- und Schlosssteuerung eingebaut werden können.

Denkmalpflegerische Grundsätze

Schutzobjekte werden grundsätzlich an dem denkmalpflegerischen Konzept der Charta von Venedig (1964) gemessen. Bei Abwägung der denkmalpflegerischen Massnahmen stehen folgende Anliegen im Vordergrund:

Substanzerhaltung

Gründe zur Erhaltung sind historisches Interesse, Wertschätzung der Leistungen und Investitionen der Vorfahren, sowie das individuelle und kollektive Bedürfnis nach Selbstvergewisserung und Standortbestimmung durch Erinnerung.

Alter und Andersartigkeit als Merkmale

Baudenkmäler repräsentieren alle Epochen. Sie sind Zeugen von historischen Ereignissen und Zeugnis individueller oder gesellschaftlicher Leistungen auf planerischem, technischem, handwerklichem oder künstlerischem Gebiet.

Reparatur- und Pflegefähigkeit

Der Grundsatz der Substanzerhaltung schliesst Reparaturen keineswegs aus, im Gegenteil. Bauunterhalt und Reparatur sind die Garanten für das Fortbestehen.